Rohstoffwende statt Rohstoffrausch – Zehn Tage Alternative Rohstoffwoche
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00:00:14: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Kompass-Weltwirtschaft.
00:00:18: Bei unseren Podcasts regelmäßig hört, hat wahrscheinlich schon gemerkt heute klingt es ein bisschen anders andere Stimmen, andere Besetzung und auch die Folge selbst wird etwas anders sein als sonst.
00:00:30: Denn heute schauen wir nicht nur auf ein inhaltliches nämlich rohstoffpolitisches Thema sondern auch ein Stück weit hinter die Kulissen unserer eigenen Arbeit.
00:00:40: Anlass dafür ist die Alternative Rohstoffwoche.
00:00:45: Vom achtundzwanzigsten September bis zum achten Oktober dreht sich in Veranstaltung, in Deutschland, Europa und auch international alles um die Frage wie eine sozial- und ökologisch gerechte Rohstoffpolitik aussehen kann.
00:01:00: Der Rohstoff Gipfel am sechsten Oktober in Berlin wirkt dabei wie ein Brennglas.
00:01:05: Hier kommen zentrale Debatten der RohstoffWoche zusammen.
00:01:09: Wir wollen euch in dieser Folge mitnehmen, in die Entstehung der Alternativen Ruhstoffwoche.
00:01:14: Wie hat sie sich in den vergangenen Jahren entwickelt?
00:01:16: Wie entsteht aus der Arbeit vieler verschiedener Organisationen ein gemeinsames Programm und welche politischen Auseinandersetzungen stehen im Mittelpunkt?
00:01:41: Mein Name ist Franziska Neumann-Lehmann.
00:01:43: Ich bin Assistenz der Geschäftsführung bei Powershift und arbeite unter anderem an der Koordination von Veranstaltungen.
00:01:51: Hallo Franziska und hier ist auch noch Hannah Pilgrim.
00:01:55: Ich koordiniere bei PowerShift den Arbeitskreis Rohstoffe, der Arbeitskreiskreis Rohstoffe arbeitet zu Umwelt-, Menschenrechts- und Entwicklungspolitischen Themen.
00:02:05: Und gemeinsam schauen wir vor allem auf die deutsche und europäische Rohstoffpolitik und vor allem auch auf die internationalen Auswirkungen.
00:02:13: Heute schauen wir also aus zwei unterschiedlichen Perspektiven auf die alternative Rohstoffenroche.
00:02:20: vor allem aus der politischen und inhaltlichen Arbeit des AK-Roststoffe, und ich stärker aus der Organisation der aktuellen Ausgabe.
00:02:29: Genau.
00:02:29: Und beides hängt ja auch sehr eng zusammen, deswegen freue ich mich dass wir das auch zusammen machen und auch hier zusammensitzen.
00:02:35: Denn bevor ja am Ende ein Programm mit Veranstaltungen internationalen Gästen und eben auch der Rohstoffgipfel steht müssen wir ja auch als Bündnis AK-Rohstoffe uns erstmal darüber verständigen welche politischen Fragen wir eigentlich gemeinsam dieses Jahr ins Zentrum stellen wollen.
00:02:53: Danke, Hannah.
00:02:54: Aber bevor wir darüber sprechen wie das in diesem Jahr funktioniert und was dabei auch nicht so einfach funktioniert gehen wir ein paar Jahre zurück denn die alternative Rohstoffwoche findet inzwischen zum sechsten Mal statt und beim Rohstoffgipfel sind wir dieses Jahr bei Nummer drei
00:03:10: Genau.
00:03:11: Und auch der Arbeitskreis Rohstoffe existiert jetzt schon seit mehr als zehn Jahren und Ausgangspunkt waren damals, sind es immer noch die sozialen und ökologischen und menschenrechtlichen Folgen des metallischen Rohstoffabbaus, die leider in der Rohstoffpolitik weiterhin nur marginal thematisiert werden.
00:03:32: Die alternative Rohstoff-Woche kam später dazu – sie findet zum sechsten Mal statt.
00:03:39: Was war die Idee, zusätzlich zur kontinuierlichen politischen Arbeit ein solches Format zu schaffen?
00:03:46: Genau, wir bemerken immer wieder oder seitdem wir zu den Themen arbeiten das Rohstoffpolitik sehr häufig in sehr spezialisierten Debatten und auch Kreisen stattfindet.
00:03:56: Da geht es um Importabhängigkeiten, Recyclingquoten, Wettbewerbsfähigkeit oder auch immer mehr um strategische Projekte beispielsweise nun mal so ein paar Worte zu nennen.
00:04:07: Das ist meistens sehr stark.
00:04:08: im politisch-wirtschaftlichen Industriekontext wird darüber diskutiert Und dahinter stehen aber noch sehr viel mehr grundsätzliche politische Fragen.
00:04:19: Also zum Beispiel, wie viele Rohstoffe brauchen wir eigentlich?
00:04:22: Verbrauchen wir?
00:04:23: Woher kommen sie?
00:04:25: Wer profitiert von ihrem Abbau?
00:04:27: Er trägt auch die sozialen und ökologischen Kosten.
00:04:30: Diese Fragen sind gesamtgesellschaftlicher Natur und betreffen eben sehr, sehr viele unterschiedliche Akteurinnen.
00:04:37: Die Alternative Rohstoffwoche soll ein Raum schaffen um diesen ... Und ich habe jetzt nur ein paar genannt.
00:04:45: Vielfältigen Fragen, den Zusammenhang mit Rohstoffpolitik stehen eben öffentlichkeitsbrucksam und gemeinsam in dieser Aktionswoche quasi zu thematisieren, zu diskutieren.
00:04:56: Entschuldige heißt also nicht einfach eine Woche mit möglichst vielen Veranstaltungen zum Thema Rohstoffe?
00:05:03: Nicht nur, also es ist natürlich total toll und auch dieses Jahr haben wir so viele Veranstaltungen wie noch bei keiner anderen alternativen Wohnstoffwoche.
00:05:11: Aber es geht uns natürlich in erster Linie darum.
00:05:14: Wir wollen Zusammenhänge sichtbar machen.
00:05:17: beispielsweise wenn wir über Lithium für Batterien sprechen können wir nicht nur über Versorgungssicherheit reden, dann geht es genauso auch um Wasserverbrauch im Landrecht in den Abbauregionen zum Beispiel.
00:05:28: In der anderen Region und um die Frage wie viele Rohstoffe wir eigentlich für unser Mobilitätssystem benötigen?
00:05:35: Und wie dieses Mobilitätersystem eigentlich aussehen sollte beispielsweise?
00:05:39: Die politische Ausgangslage hat sich seit den ersten Ausgaben deutlich verändert oder Ruhstoff fand immer relevant, inzwischen werden sie aber viel stärker als Frage von Geopolitik, Sicherheit und industrieller Wettbewerbsfähigkeit diskutiert.
00:05:54: Ja!
00:05:54: Absolut.
00:05:55: Und das haben wir auch im letzten Podcast-Folgen schon immer wieder deutlich gemacht, es geht jetzt in der Rohstoffpolitik sehr viel um Fragen der strategischen Autonomie und Versorgungssicherheit eben ganz als Oberstes die quasi die Debatten gerade mitbestimmen.
00:06:11: Und gleichzeitig – und das will ich dabei auch ganz deutlich machen weil das auch ein Schwerpunkt sozusagen ist zu dem wir bei der Alternativen Rohstoffwoche und auch dem Rohstoffgipfel sprechen werden – beobachten wir gleichzeitig dass push gibt, gesetzte Standards im Bereich Menschenrechte und Umwelt abzuschwächen.
00:06:30: Und auch beispielsweise Genehmigungsverfahren in Bergbausektoren, im Rohstoffsektor zu verkürzen was auch häufig auf Kosten der Beteiligung der Bevölkerung oder auf Kosten um die Umwelt geht.
00:06:43: also das Problem ist jetzt nicht per se dass jetzt plötzlich alles unter der Thematik Versorgungssicherheit besprochen wird, obwohl das natürlich auch erst mal kritisch zu bewerten ist.
00:06:54: Problematisch ist es vor allem an dem Punkt wie dieser Begriff eigentlich befüllt wird.
00:07:00: Also wenn daraus folgt wir brauchen möglichst schnell mehr Rohstoffe also müssen Genehmigungsverfahren beschleunigt oder Umwelt- und Beteiligungsstandards abgeschwächt werden dann ist es sehr problematisch und deswegen setzt unsere Perspektive quasi fuhr am internationaler und an Mensch und Natur.
00:07:19: Also welche Rohstoffe brauchen wir eigentlich tatsächlich?
00:07:22: Für was, wie können wir den Verbrauch von Rohstoffen aus dem Bergbau senken?
00:07:27: Wie können wir gleichzeitig Menschenrechte- und Umweltstandards entlang der Lieferkette sichern und so weiter und sofort?
00:07:34: Genau!
00:07:34: Und in der Einleitung sprach ich darüber das der Rohstoffgipfel Als Brennglas funktioniert als Format, was dann in Berlin stattfindet.
00:07:45: Der erkam im Jahr zwanzig-zweiundzwanzig das erste Mal dazu.
00:07:48: Damals stand die neue Ruhstoffstrategie der Bundesregierung stark im Mittelpunkt?
00:07:54: Genau.
00:07:54: Es war nicht die neue Rohstoffstrategie, sondern die existierte schon.
00:07:58: aber es gab Gerüchte sie sollten sollte überarbeitet werden.
00:08:03: Genau das war zu der Zeit ein akutes Thema.
00:08:05: da standen wir kurz vom Critical Raw Materials Act dann auf europäischer Ebene auch eine Entwicklung die wir in der letzten zeit beobachtet haben.
00:08:13: genau aber bei dem Rohstoff Gipfel ging's uns ganz oder geht es uns darum?
00:08:18: ist die Idee die Debatte, was ich eben meinte aus diesen spezialisierten politischen Kreisen herauszuholen und unterschiedliche Akteurin zusammenzubringen.
00:08:28: Die eben da zu dem Thema auch sehr viel zu sagen haben.
00:08:31: Und das ist natürlich auch Politik aber es ist auch Zivilgesellschaft national international wissenschaftlicher Akteuer in Gewerkschaften.
00:08:41: Das war uns ganz wichtig vor allem diese lokalen und internationalen Perspektiven mit einzubeziehen Und uns nicht damit zufrieden zu geben, dass es quasi exklusive Orte gibt, wo darüber gesprochen wird.
00:08:55: Sondern die Diskussion über eine andere Rohstoffpolitik also eine Rohstoffwende mit diesen Akteuren zu führen.
00:09:03: und das waren wir beim Rohstoffgipfel.
00:09:05: Das wollten wir damals und was wollen wir auch dieses Jahr wieder?
00:09:09: Ich kann mich erinnern insbesondere, zwanzig vierundzwanzig waren wir sehr stolz darauf, dass uns das gelungen ist.
00:09:15: Erzähl werbar da!
00:09:16: Genau, wir hatten Gästinnen aus der Zivilgesellschaft aus Südafrika.
00:09:20: Aus den Philippinen und auch aus Brasilien Und damit waren internationale Perspektiven eben ja sehr prominent vertreten und ja auch Akteurin aus der Wissenschaft Gewerkschaft und die damalige parlamentarische Staatssekretärin Bettina Hoffmann war auch vertreteen und somit auch die Bundesregierung.
00:09:40: Und genau das ist die Stärke für mich dieses Format?
00:09:44: Ja
00:09:44: Absolut, also in dem Kontext ging es dann beispielsweise darum wie eine Reduktion des Rohstoffverbrauchs mit der Transformation von Industrie und Beschäftigung zusammengebracht werden kann.
00:09:56: Und gleichzeitig wurde eben auch sichtbar welche Folgen eigentlich unser sehr hoher Rohstoff Verbrauch in Deutschland und Europa auf Abbauregionen hat?
00:10:06: Genau denn darüber sind wir uns glaube ich inzwischen alle einig.
00:10:10: die Rohstoffwende beginnt nicht erst beim Bergwerk
00:10:14: Nein, absolut nicht.
00:10:16: Ich habe letztens ein sehr gutes Zitat gelesen, was schon von dem Ökonom Zimmermann verfasst wurde der sagt Ressourcen sind nicht sie werden und das beschreibt es ja eigentlich recht gut.
00:10:30: also es ist vor allem auch eine politische Frage.
00:10:33: Sie beginnt dabei Mit der Frage, welche Produkte nutzen wir eigentlich?
00:10:37: Welche Infrastrukturen wollen wir herstellen.
00:10:40: Wie lange nutzen wir Produkte und Infrastruktoren?
00:10:43: Und wie viele primäre Rohstoffe sprich aus dem Bergbau brauchen wir eigentlich dafür?
00:10:48: Okay!
00:10:50: Lass uns jetzt mal zusammen darüber sprechen und darauf schauen, wie die alternative Rohstoffwoche entsteht.
00:10:58: Denn wenn man später das fertige Format sieht, wirken die Linien zwar klar, aber während der Vorbereitung ist das deutlich offener und genau da spiegelt sich dann letztendlich auch in der Bandbreite der diesjährigen alternativen Rohstoffwoche wieder.
00:11:12: Ja, auf jeden Fall.
00:11:14: Genau am Anfang stehen eben auch da politische Fragen innerhalb des Netzwerks.
00:11:19: also was hat sich eigentlich nach der letzten alternativen Rohstoffwoche oder dem Rohstoffgipfel verändert politisch?
00:11:25: Wo sehen wir absoluten Handlungsbedarf?
00:11:27: gerade welche Themen und Schwerpunkte haben Auch selbst die Organisationen innerhalb des netzwerks?
00:11:34: Und natürlich auch die wichtige Frage Welche Perspektive fehlen jetzt eigentlich gerade in der öffentlichen Debatte um Rohstoffpolitik?
00:11:41: Und daraus entstehen dann ganz unterschiedliche Formate und ja, ein sehr breites Programm über das ich auch dieses Jahr wirklich sehr glücklich bin.
00:11:50: Das heißt da kommen ganz unterschiedlich Auswärmspunkte zusammen durch die unterschiedlichen Organisationen wo die einen denn nochmal mehr den Schwerpunkt zum Beispiel auf Menschenrechte entlang der Lieferkette haben andere dann mehr auf Natur- und Gewässerschutz andere wiederum auf Kreislaufwirtschaftsthemen oder globale Wirtschaftsstrukturen.
00:12:08: Das macht die Arbeit und dem Netzwerk unfassbar spannend.
00:12:12: Und auch produktiv!
00:12:13: Genau, und ich sage wir haben Webinare Wir haben Filmverführung Wir haben eine Ausstellung zu Bergbau in Indonesien Wir haben Workshops zur Reparatur.
00:12:24: Es geht um den geplanten Circular Economy Act Um einzelne Instrumente, deutscher Rohstoffpolitik Und um die Reduktion des Rohstoffverbrauchs Unter anderem mit den Perspektiven aus Peru
00:12:38: Genau.
00:12:39: Und ich ergänze dich nochmal, weil es sogar noch mehr gibt!
00:12:44: die beispielsweise ganz konkret auch auf die Folgen der aktuellen Rohstoffpolitik Europas schauen, mit lokalen Perspektiven aus Bolivien, Peru, Chile, Argentinien.
00:12:55: Der demokratischen Republik Kongo aus Guinea um wirklich auch sichtbar zu machen was politische Entscheidungen hier eigentlich für Auswirkung auf Bergbau-Auflieferketten auf eine Abschwächung beispielsweise von oder an sich geringen Standards im Bereich Menschenrechte und Umwelt hat und was das vor Ort quasi bedeutet.
00:13:15: Ich hab mir zwei Veranstaltungen rausgesucht, die ich besonders spannend auffand, weil wir auch dieses Jahr auch internationaler quasi auftreten.
00:13:24: Und zwar hat die interamerikanische Organisation AIDA wird im Rahmen der Woche eine interaktive Website launchen, die den Gemeinschaften in dem sogenannten Lithium-Dreik in Lateinamerika eine Stimme gibt Bilder, Erfahrungsberichte, Geschichten und eben in unterschiedlichsten visuellen Elementen den Menschen vor Ort eine Stimme geben.
00:13:50: Darauf bin ich sehr gespannt.
00:13:52: oder auch die Raw Materials Coalition das ist quasi das Pendant des AK Rohstoffe auf europäischer Ebene.
00:13:59: da gibt es auch eine Vorstellung einer neuen Datenbank und einer neuen Analyse wo sich der Nexus also der Zusammenhang zwischen Wasser- und Bergbau, insbesondere bei neu ausgerufenen sogenannten strategischen Bergbauprojekten sich genauer angeschaut wird.
00:14:17: Und auf die Ergebnisse bin ich sehr gespannt – das passiert beispielsweise alles im Rahmen dieser Woche!
00:14:25: Jetzt klingt alles toll aber wir wissen es gab auch Schwierigkeiten.
00:14:31: Was war?
00:14:34: Ja, das ist genau.
00:14:36: Wenn es am Ende steht dann ist es schön aber man muss schon viel zusammenbringen.
00:14:42: und eine Sache die ich hervorheben möchte war natürlich eine Frage über die wir auch viel diskutiert haben wie stark wollen wir beispielsweise auf diese aktuelle sehr dominierende Versorgungssicherheitsdebatte eigentlich reagieren?
00:14:56: Auf dieses Narrativ, auf diese starke Erzählung aktuell in der Rohstoffpolitik?
00:15:02: Genau, da sind wir zu dem Schluss gekommen.
00:15:05: Natürlich müssen wir uns damit auseinandersetzen und gleichzeitig wollen wir darauf ... Aber wollen nicht einfach nur dieser Logik folgen oder die übernehmen und am Ende darüber diskutieren aus welchen Ländern denn jetzt Deutschland und Europa zusätzlich Rohstoffe beziehen soll?
00:15:22: Da muss etwas entgegengesetzt werden.
00:15:26: Das war beispielsweise so eine Diskussion.
00:15:29: Also ganz klare Unterscheidung, auf welche Debatte müssen wir reagieren und welche Debatte wollen wir selbst setzen?
00:15:36: Genau.
00:15:36: Absolut!
00:15:38: Und wir wollen eben nicht nur reagieren, wir wollen intervinieren mit der alternativen Rohstoffwache und dem Rohstoffgipfel und deutlich machen dass es da noch weitaus mehr Themen gibt und ja die Erzählung der Versorgungssicherheit nur eine ist und auch deutlich machen, welche Lösungen da eigentlich noch bestehen Könnten oder welche Problematiken noch mit reinspielen?
00:16:02: Ja, und am Ende genau schaut man dann natürlich aufs Programm.
00:16:05: Und merkt dann okay jetzt haben wir zu einzelnen Themen irgendwie mehr und es ist viel zu europäischer Revolierung aber es fehlen zum Beispiel internationale Perspektiven oder wir haben noch zu wenig zur Kreislaufwirtschaft.
00:16:19: und ja da heißt das dann nochmal zu schauen wer noch mit dabei ist welche Veranstaltungen und Formate es noch braucht.
00:16:27: Und das ist auf jeden Fall nicht immer nur ein ganz leichter Prozess.
00:16:31: Und wenn er beim Ruhstoffgipfel kommt noch eine andere Frage hinzu, oder?
00:16:35: Denn wir können einen Penel politisch sehr genau konzipieren.
00:16:39: Damit sitzen aber noch keine Menschen aus der Bühne und das beschäftigt uns in diesem Jahr ziemlich intensiv.
00:16:47: Ja
00:16:47: absolut!
00:16:49: Also unser Anspruch ist auch beim dritten Ruhstoff Gipfel... unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, also das was wir ihnen gesagt haben.
00:16:57: Internationale Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften und natürlich auch politische Entscheidungsträgerin.
00:17:05: Und gerade bei hochrangigen politischen Zusagen merken wir dieses Jahr die sind nicht selbstverständlich?
00:17:13: Genau weil wir natürlich ein Thema haben dass politisch eigentlich ganz oben auf der Agenda steht.
00:17:19: Also wir sprechen so viel über metallische Rohstoffe wie noch nie und ich beschäftige mich jetzt auch schon einige Jahre damit, genau unter den Schlagworten was wir ja eben schon hatten, Rohstoffsicherheit, strategische Abhängigkeiten, kritische Rohstoffe und das in Berlin bis nach Brüssel international.
00:17:38: aber das bedeutet nicht automatisch dass quasi hochrangigpolitische oder auch UnternehmensvertreterInnen ein zivilgesellschaftlich initiiertes Panel eigentlich zur Verfügung stehen.
00:17:50: Und wenn du mich fragst, ein eklatanter Widerspruch?
00:17:53: Das Thema hat enorm an Bedeutung gewonnen und trotzdem ist es schwierig die politische Ebene auf der Entscheidung getroffen werden für solche Diskussionen zu gewinnen.
00:18:03: Im Jahre zwanzig vierundzwanzig war zum Beispiel mit der parlamentarischen Staatssekretärin aus dem Bundesumweltministerium die Bundesregierung auf den Podium, daneben Sassenwissenschaft, Gewerkschaft und internationale Zivilgesellschaft.
00:18:18: Genau, und diese Konstellation war produktiv.
00:18:20: Nicht weil wir jetzt am Ende irgendwie alle einer Meinung waren, sondern weil eben unterschiedliche Interessen direkt aufeinandergetroffen sind.
00:18:28: Und im Jahr zum Jahr ist es so, dass wir wieder eine solche Konstellationsschaffung schaffen, in der nicht nur irgendwie übereinander gesprochen wird, sondern diejenigen, die politische Entscheidungen treffen mit denjenigen diskutieren, die ihre Auswirkungen untersuchen oder eben auch unmittelbar erleben.
00:18:45: heißt also ganz klar, dass wir die internationale Perspektive nicht als Erfahrungsbericht erleben und die Europäische als Expertise sondern.
00:18:55: Also Menschen, die unmittelbar vom Bergbau und seinen Folgen betroffen sind – egal wo verfügen selbst über Expertise!
00:19:03: Sie kennen die Konflikte, die rechtlichen Rahmenbedingungen auch teilweise die Strategien von Unternehmen oder Regierungen, die sie zumindest mitbekommen.
00:19:12: Die sind vor Ort und deren Perspektive zählt als Expertise, genau wie die Expertise von den anderen Aktuellen.
00:19:22: Und was würdest du im Vergleich zu zwanzig vierundzwanzig dieses Mal als größte Herausforderung sehen?
00:19:29: Was hat sich am stärksten verändert?
00:19:32: Das klang ja eben schon so ein bisschen an.
00:19:34: also der geopolitische Druck ist nochmal deutlich größer geworden im Vergleich zur.
00:19:40: Es sind eigentlich nur zwei Jahre, aber in diesen zwei Jahren ist sehr viel passiert.
00:19:44: Das heißt der Zugang zu metallischen Rohstoffen oder auch strategische Rohstoffe wie sie jetzt genannt werden wird inzwischen sehr stark unter dem Gesichtspunkt eben wirtschaftlicher Sicherheit strategischer Unabhängigkeit diskutiert und Wir als AK-Rohstoffe sind der Meinung dass die Antwort auf diese geopolitischen Abhängigkeiten nicht einfach darin bestehen kann, immer neue Rohstoffquellen zu erschließen und Genehmigungsprozesse zu beschleunigen Standards gesetzte Standards abzuschwächen.
00:20:21: Und das als Hauptlösungsweg zu sehen sondern wir finden, was dominierend sein sollte in der Debatte ist.
00:20:27: Wie können wir den Bedarf an Primaeorostoffen senken?
00:20:30: Wie stärken wir eine funktionierende Kreislaufwirtschaft?
00:20:33: Wie sichern wir Menschenrechte und Umweltstandards und demokratische Beteiligung um letztendlich eben ne sozial gerechte Transformation hinzubekommen?
00:20:43: Damit sollte nun auch allen klar sein, warum es die alternative Rohstoffwoche und den Rohstoffgipfel gerade jetzt braucht.
00:20:51: Ein Grund sicher das Rohstoffpolitik so präsent ist wie du dargestellt hast.
00:20:57: Sich die Debatte aber stark auf Versorgungssicherheit und geopolitische Abhängigkeiten konzentriert Und?
00:21:05: Genau, und da wollen wir quasi zivilgesellschaftlich intervenieren.
00:21:09: Wir wollen uns einmischen!
00:21:10: Wir wollen zeigen, dass Rohstoffpolitik nicht nur eine Frage von den genannten Punkten, die jetzt schon sehr häufig vielen ist... ...wir wollen über mehr sprechen und es geht eben genauso darum um die Fragen welche Auswirkungen es internationale hat, welche sozialen und ökologischen Folgen, Verteilungsfragen und wie Rohstoffpolitik so gestaltet werden kann langfristig, dass sie Menschenrechte und ökologischen Grenzen ernst nimmt.
00:21:59: Genau.
00:21:59: Und wenn ihr die Arbeit des Arbeitskreis Rostoffe intensiver verfolgen wollt, könnt ihr euch auch gerne auf den Newsletter setzen lassen und ansonsten werdet ihr alle Informationen auf den Seiten der beteiligten Organisation sowie auf einen bekannten Social Media-Plattform finden!
00:22:19: Anna ich danke dir für das Gespräch und euch danke ich fürs Zuhören bei Kompass Weltwirtschaft.
00:22:26: Ich danke dir, Franziska und auch einen Zuhörerinnen.
00:22:29: Und freue mich auf zahlreiche Teilnehmerinnen!
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